lesBar

Eine Lesung zum 30jährigen Krieg

 

Was jetzt das Glück erhebt, wird morgen untergehn..
von Volker Fleige

 

Am 23. Mai 1618 stürmen protestantische Adlige die Burg von Prag und werfen kurzerhand die Statthalter des Königs samt Sekretär aus dem Fenster. Die aufgestaute Wut über die permanente Einschränkung der Religionsfreiheit und die Unterdrückung durch die katholischen Machthaber entlädt sich in diesem Anschlag. Eine Tat mit weitreichenden Folgen. Zwar kommen die armen Beamten des Königs dank eines Misthaufens unter dem Fenster glimpflich davon, für Europa führt dieser Sturz jedoch zu einem der längsten und blutigsten Kriege auf deutschem Boden.

Unterschiedlichen Schätzungen zufolge lebten um das Jahr 1600 zwischen 15 und mehr als 20 Millionen Menschen im damaligen Deutschen Reich. Während die einen von 3 bis 4 Millionen Menschen ausgehen, die während des 30jährigen Krieges ums Leben kamen, sprechen andere Quellen von bis zu 7 Millionen Toten, wiederum andere gar von 9 Millionen. Im Durchschnitt sind 40 Prozent der ländlichen Bevölkerung und 33 Prozent der städtischen Bevölkerung Opfer des Krieges geworden. Nicht einmal der Zweite Weltkrieg führte im Verhältnis zur Einwohnerzahl zu annähernd so hohen Menschenverlusten.

„Was jetzt das Glück erhebt, wird morgen untergehn“ ist ein Programm zum 30-jährigen Krieg, das einen weiten Bogen schlägt bis in die Jetzt-Zeit. Ein besonderer Glücksfall dabei ist Peter Hagendorf. Dieser konnte lesen und schreiben und hinterließ so ein umfangreiches Tagebuch, das als einziges und einzigartiges Zeugnis des Söldnerlebens im Dreißigjährigen Krieg gilt. Daneben tritt die Lyrik des 17. Jahrhunderts, für die dieser Krieg ein Füllhorn an Motiven bot. Doch bis heute ist der 30-jährige Krieg Thema geblieben. So setzte sich Golo Mann umfangreich mit dem Leben und Sterben des Feldherrn Wallenstein auseinander. Zuletzt war es Daniel Kehlmann, der in dem rasanten Roman „Tyll“ Tyll Ulenspiegel an den Beginn des 17.Jahrhunderts und mitten hinein in den 30-jährigen Krieg versetzt, wo sein Vater Opfer der Kirche wird.

 

Mitwirkende: Volker Fleige, Hubert Luig, Klaus Ullrich, Zlata Dahmen, Gabriele Tönnesmann, Volker Wippermann, Wolfgang Hoppe,

 

 Screenshot 2018 09 25 15 34 19 1

Mittwoch, 24.10..2018 / 20.00 Uhr & Samstag, 27.10.2018 / 18.00 Uhr

Eintritt 8,00 € / Karten an der Abendkasse -

 Reservierungen unter: 0176-28529755 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  


 

 

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren:

 SWM LogoDMS Logo